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Königspinguin
lat. Aptenodytes patagonicus
engl. King Penguin


 
   Größe: ca. 80 - 100 cm
   Gewicht: ca. 10 - 20 kg
   Alter: ca. 10 Jahre
 
   Verbreitungsgebiet:
   Antarktische und
   subantarktische Inseln
 
Landkarte
 
   Kaiserpinguin
 

Zoos mit Königspinguinen

 
Aussehen:
Der Königspinguin gehört zur gleichen Gattung wie der Kaiserpinguin, ist allerdings dünner und hat einen langen Schnabel. Er ist der zweitgrößte Vertreter der Pinguine und hat - im Vergleich zum Kaiserpinguin - eine farbigere Zeichnung des Kopfes. In einigen heimischen Zoos kann man ihn besuchen, so dass er den meisten bekannt ist.
 
Brutverhalten:
Der Königspinguin brütet erstmals im Alter von 6 Jahren. Weil sie 12-13 Monate für die Jungenaufzucht benötigen, leben die Königspinguine in zwei Zyklen. Die einen Weibchen legen ihr grünlich-weißes Ei als Frühbrüter im November, die anderen als Spätbrüter erst im Februar.
 
Das Ei wird zunächst vom Männchen in seiner Bauchfalte ausgebrütet. Im Gegensatz zu den Kaiserpinguinen stehen sie nicht dicht beieinander, sondern wehren ihnen zu nahe kommende Artgenossen durch Flügelschläge und Schnabelhiebe ab.
 
Während der Brutzeit fällt den Elterntieren ein Teil der Beinfedern aus, damit das Ei engeren und damit wärmeren Kontakt zum Körper hat. Bis zu 55 Tage dauert diese Prozedur, wobei sich die Elternteile im zwei- bis dreiwöchigen Wechsel beim Brüten ablösen. Kommt ein Elternteil aus dem Meer zurück, um den anderen beim Brüten abzulösen, so begrüßen sie sich mit einem sog. 'Begrüßungszeremoniell', was die Bindung zwischen den Tieren immer wieder festigt.
 
In den Wintermonaten können sie nicht genügend Nahrung finden, um ihre Küken regelmäßig zu füttern. Sie müssen dann bis zu 3.600 km zurück legen und brauchen dafür 50 bis 60 Tage. So stehen während der drei Wintermonate viele hungernde, braun gefiederte Küken in den Kolonien und warten auf Futter und den Frühling. Die Abstände zwischen den einzelnen Fütterungen der Jungtiere können dann mehrere Wochen oder mehr betragen. Erst im Frühjahr können die Eltern wieder regelmäßig füttern und müssen dann ihr Küken, wenn es die Fastenzeit überlebt hat, erst mal wieder aufpäppeln.
 
Wegen dieser langen Aufzuchtperiode können Königspinguine höchstens zweimal in drei Jahren brüten (1.Zyklus Oktober-Dezember, 2.Zyklus Januar-April), oft aber nur einmal alle zwei Jahre. Siehe hierzu auch den jahreszeitlichen Überblick. Sind die Küken erst einmal 'flügge', so dauert es bis zu 15 Monate, bis sie das Federkleid der erwachsenen Tiere angenommen haben. Während der Mauser verlieren die Pinguine bis zu der Hälfte ihres ursprünglichen Gewichtes, da sie nicht zum Fischen in´s Wasser können.
 
Bedrohung:
Eine Untersuchung französischer Wissenschaftler zeigt das die Königspinguine durch ihre extreme Anpassung an den antarktischen Lebensraum besonders stark durch den Klimawandel bedroht sind.
Pinguinfoto
Königspinguine
Foto: Heiner Kubny
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